Materialgewicht berechnen
Berechnen Sie das Gewicht von Halbzeugen und Zuschnitten aus den Abmessungen: Profil wählen, Maße eingeben, Werkstoff oder eigene Dichte festlegen. Der Rechner liefert Querschnittsfläche, Volumen, Masse, Masse pro Meter und die Gesamtmasse einer Stückzahl – live mit jeder Eingabe und exportierbar als Zuschnittsliste.
Gewichtsrechner
Geometrische Massenberechnung m = V·rho aus konstanter Querschnittsfläche und Länge. Ausrundungsradien und Fasen bleiben unberücksichtigt; die Dichte ist ein Richtwert. Für verrechnungsrelevante Massen die tatsächliche Wägung oder Herstellerangabe verwenden.
Ergebnisse
Berechnung läuft …
Formeln und Grundlagen
Das Gewicht folgt geometrisch aus Volumen und Dichte: m = V·rho. Das Volumen prismatischer Halbzeuge ist das Produkt aus konstanter Querschnittsfläche A und Länge l, also V = A·l. Praktisch rechnet der Rechner in mm und g/cm³: eine Masse in Kilogramm ergibt sich aus m = A[mm²]·l[mm]·rho[g/cm³]/10⁶, die Masse pro Meter aus m' = A[mm²]·rho[g/cm³]/1000. Die Masse pro Meter ist längenunabhängig und eignet sich als Katalogwert für Stangenware.
Die Querschnittsfläche wird je Profiltyp exakt bestimmt: Rundstab A = π/4·d², Rohr als Kreisring A = π/4·(D²−d²), Vierkant A = a², Blech und Flachstahl als Rechteck A = b·t, Sechskant über die Schlüsselweite SW mit A = (√3/2)·SW² und Winkel als zwei Schenkel abzüglich der einfach gezählten Eckenüberdeckung A = t·(a + b − t). Bei zusammengesetzten Profilen (Rohr, Winkel) wird die Aussparung sauber abgezogen, sodass keine Fläche doppelt zählt.
Die Dichte ist der entscheidende werkstoffabhängige Faktor. Übliche Richtwerte in g/cm³ sind Stahl 7,85, Edelstahl 7,90, Grauguss 7,2, Aluminium 2,70, Messing 8,50, Kupfer 8,90, Bronze 8,8 und Titan 4,5. Aluminium wiegt also nur etwa ein Drittel von Stahl bei gleichem Volumen. Für exakte Nachweise sollte die Dichteangabe des Halbzeuglieferanten verwendet werden; der Rechner erlaubt dafür eine freie Dichteeingabe.
Rechenbeispiel
Ein Stahlblech 1000 × 2000 mm mit 10 mm Dicke hat das Volumen V = 1000·2000·10 = 2·10⁷ mm³ = 0,02 m³. Mit der Stahldichte 7,85 g/cm³ ergibt sich die Masse m = 0,02 m³ · 7850 kg/m³ = 157 kg.
Ein Rundstab aus Stahl mit 50 mm Durchmesser und 1000 mm Länge hat die Querschnittsfläche A = π/4·50² = 1963,5 mm². Daraus folgt die Masse m = 1963,5·1000·7,85/10⁶ = 15,41 kg und zugleich die Masse pro Meter 15,41 kg/m.
Derselbe Rundstab aus Aluminium (2,70 g/cm³) wiegt nur m = 1963,5·1000·2,70/10⁶ = 5,30 kg – rund ein Drittel des Stahlgewichts. Werden 10 solcher Stäbe benötigt, beträgt die Gesamtmasse 53,0 kg; der Rechner weist Einzel- und Gesamtmasse getrennt aus.
Häufige Fragen
Welche Dichte soll ich für Stahl ansetzen?
Für unlegierten und niedriglegierten Baustahl ist 7,85 g/cm³ der übliche Rechenwert. Nichtrostender austenitischer Edelstahl liegt mit rund 7,90 bis 8,00 g/cm³ etwas höher, Grauguss mit 7,1 bis 7,3 g/cm³ darunter. Für exakte Angaben immer das Datenblatt des Lieferanten heranziehen; der Rechner erlaubt eine freie Dichteeingabe.
Was bedeutet Masse pro Meter und wozu ist sie nützlich?
Die Masse pro Meter (kg/m) ist das Gewicht eines Meters Stangenware und hängt nur vom Querschnitt und der Dichte ab, nicht von der eingegebenen Länge. Sie entspricht den Metergewichten in Werkstoffkatalogen und eignet sich, um schnell die Masse beliebiger Längen abzuschätzen oder Katalogwerte zu prüfen.
Wie wird das Gewicht eines Sechskants berechnet?
Maßgebend ist die Schlüsselweite SW, also der Abstand der parallelen Flächen. Die Querschnittsfläche eines regelmäßigen Sechskants ist A = (√3/2)·SW² ≈ 0,866·SW². Damit ist der Sechskant bei gleicher Schlüsselweite leichter als ein Vierkant gleicher Kantenlänge und schwerer als der einbeschriebene Rundstab.
Gilt die Rechnung auch für Rohre und Winkel?
Ja. Beim Rohr wird der Kreisring A = π/4·(D²−d²) aus Außen- und Innendurchmesser gebildet. Beim Winkel (L-Profil) werden beide Schenkel gezählt und die gemeinsame Ecke einmal abgezogen: A = t·(a + b − t). Ausrundungsradien an den Innenkanten bleiben unberücksichtigt, wodurch das Ergebnis geringfügig auf der sicheren (schwereren) Seite liegt.
Warum weichen meine Wägewerte leicht ab?
Reale Halbzeuge haben Maßtoleranzen, Walztoleranzen und eine streuende Dichte; zudem bleiben Ausrundungsradien und Fasen bei der parametrischen Rechnung unberücksichtigt. Abweichungen im Bereich weniger Prozent sind normal. Für verrechnungsrelevante Massen die tatsächliche Wägung oder die Herstellerangabe verwenden.
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