Passungsrechner nach ISO 286
Berechnen Sie Grenzabmaße, Spiel und Übermaß für Bohrung und Welle nach ISO 286 – für alle gängigen Toleranzklassen von 1 bis 500 mm Nennmaß.
Passungsrechner
Bohrung H7
- Oberes Abmaß
- +21 µm
- Unteres Abmaß
- 0 µm
- Höchstmaß
- 25,021 mm
- Mindestmaß
- 25,000 mm
- Toleranz T
- +21 µm
Welle g6
- Oberes Abmaß
- -7 µm
- Unteres Abmaß
- -20 µm
- Höchstmaß
- 24,993 mm
- Mindestmaß
- 24,980 mm
- Toleranz T
- +13 µm
- Höchstspiel
- +41 µm
- Mindestspiel
- +7 µm
- Passtoleranz
- +34 µm
Toleranzfelder relativ zur Nulllinie (Abmaße in µm)
Formeln und Grundlagen
ISO 286 legt das Toleranzsystem für Längenmaße fest. Aus Nennmaß, Grundabmaß (Lage des Toleranzfelds, Buchstabe) und Toleranzgrad (Größe des Toleranzfelds, IT-Zahl) ergeben sich die Grenzabmaße von Bohrung und Welle.
Das Höchstspiel ist die Differenz aus oberem Abmaß der Bohrung und unterem Abmaß der Welle, das Mindestspiel die Differenz aus unterem Abmaß der Bohrung und oberem Abmaß der Welle. Je nach Vorzeichen ergibt sich eine Spielpassung, Übergangspassung oder Übermaßpassung (Presspassung).
Der Rechner verwendet die publizierten Tabellenwerte der ISO 286-1 (Grundtoleranzen IT5 bis IT13, Grundabmaße) für Nennmaße von 1 bis 500 mm.
Rechenbeispiel
Für die Passung H7/g6 bei Nennmaß 40 mm liefert der Rechner: Bohrung +25/0 µm, Welle -9/-25 µm, Höchstspiel 50 µm, Mindestspiel 9 µm – eine Spielpassung, wie sie typisch für gleitende Führungen und Lagersitze ist.
Häufige Fragen
Was bedeutet die Angabe H7/g6?
H7 beschreibt die Toleranzklasse der Bohrung, g6 die der Welle. Der Buchstabe legt die Lage des Toleranzfelds zur Nulllinie fest, die Zahl den Toleranzgrad und damit die Größe des Toleranzfelds.
Was ist der Unterschied zwischen Einheitsbohrung und Einheitswelle?
Beim System Einheitsbohrung wird die Bohrung stets mit Grundabmaß H ausgeführt und die Passung über die Wellentoleranz eingestellt. Beim System Einheitswelle ist umgekehrt die Welle immer h und die Bohrung variiert. Einheitsbohrung ist der Regelfall, weil Bohrungswerkzeuge wie Reibahlen teurer sind als das Drehen oder Schleifen einer Welle auf Maß.
Was sagt der IT-Grad aus?
Der IT-Grad (z. B. 7 in H7) legt die Größe der Grundtoleranz fest. Je kleiner die Zahl, desto enger die Toleranz: IT5 bis IT7 stehen für hochwertige Passflächen, IT8 bis IT11 für allgemeine Fertigung, IT12 und darüber für grobe Maße. Die Grundtoleranz wächst außerdem mit dem Nennmaß.
Wann liegt Spiel-, Übergangs- oder Presspassung vor?
Eine Spielpassung hat im Fügezustand immer Spiel (Mindestspiel größer oder gleich null), eine Übermaßpassung (Presspassung) immer Übermaß (Höchstspiel kleiner oder gleich null). Bei der Übergangspassung kann sich je nach Istmaßen Spiel oder Übermaß ergeben.
Warum ist H7/g6 eine Standardpassung?
H7/g6 ergibt eine enge Spielpassung mit geringem, aber sicherem Spiel. Teile lassen sich noch von Hand fügen und gegeneinander bewegen, ohne merklich zu wackeln – ideal für Führungen, Zentrierungen und Lagersitze mit geringer Belastung. Zudem folgt sie dem System Einheitsbohrung mit wirtschaftlich fertigbaren Toleranzgraden.
Welchen Einfluss hat die Temperatur auf Passungen?
Die Abmaße der ISO 286 gelten bei der Referenztemperatur 20 °C. Unterschiedliche Temperaturen oder Werkstoffe mit verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten verändern das wirksame Spiel im Betrieb. Presspassungen werden gezielt thermisch gefügt: Erwärmen der Nabe oder Unterkühlen der Welle hebt das Übermaß beim Fügen vorübergehend auf.
Woher stammen die Toleranzwerte?
Die Grenzabmaße werden aus den publizierten Tabellenwerten der ISO 286-1 berechnet (Grundtoleranzen und Grundabmaße) und decken Nennmaße von 1 bis 500 mm ab.