Wer eine Welle auslegt oder eine Schraubverbindung nachweist, legt das Ergebnis irgendwann in eine Dokumentation. Dann zählt nicht, wie schön ein Rechner aussieht, sondern ob seine Zahlen stimmen und ob klar ist, was er rechnet und was nicht. Diese Seite beantwortet beides.
Woher die Formeln stammen
Jeder Rechner folgt einer benannten Quelle: einer Norm, einer Richtlinie oder einem Standardwerk der Fachliteratur. Am häufigsten belegt sind Dubbel (Taschenbuch für den Maschinenbau), Böge (Technische Mechanik und Formeln), Roloff/Matek (Maschinenelemente), Gross (Technische Mechanik) und das Tabellenbuch Metall; dazu kommen Niemann, Decker, Haberhauer und Boeckh für die Wärmeübertragung.
Bei den normbasierten Rechnern steht die Norm auf der jeweiligen Seite, etwa DIN 743 für den Wellennachweis, ISO 6336 für die Zahnradtragfähigkeit, VDI 2230 für Schraubverbindungen, EN 1993 für den Stahlbau, DIN 6892 für Passfedern, ISO 286 für Passungen oder AIAG und VDA 5 für die Prüfprozesseignung. Welche Ausgabe zugrunde liegt, ist im Rechner vermerkt.
Wie geprüft wird
Formeln abzutippen reicht nicht. Der übliche Fehler liegt nicht in der Gleichung, sondern in einer Einheit, einem Vorzeichen oder einem Sonderfall am Rand des Gültigkeitsbereichs. Deshalb wird jeder Rechner gegen ein durchgerechnetes Beispiel aus der Fachliteratur geprüft: Eingaben wie im Buch, Ergebnis muss auf die dort angegebenen Stellen passen. Diese Prüfungen sind festgehalten und werden bei jeder Änderung wiederholt, derzeit 231 Berechnungsdokumente.
Wann ein neuer Rechner entsteht
Ein Rechner wird nur gebaut, wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind:
- Es gibt eine Anwendung und eine Nachfrage dafür.
- Es gibt dafür noch kein gutes Werkzeug im Internet.
- Ein durchgerechnetes Beispiel aus der Fachliteratur liegt vor, gegen das sich das Ergebnis prüfen lässt.
Wo die Grenzen liegen
Die Rechner sind Auslegungs- und Orientierungshilfen für die Vordimensionierung. Sie ersetzen weder die Prüfung durch eine fachlich qualifizierte Person noch eine zertifizierte Auslegung. Wo ein Verfahren endet, steht das im Rechner selbst: Der Flanschrechner führt die Stufe 1 nach EN 1092-1 und AD 2000-B7 und weist aus, dass der Vollnachweis nach EN 1591-1 nicht enthalten ist. Der Druckbehälterrechner liefert Grundspannungen und eine erste Wanddicke, keine Auslegung nach AD 2000 oder EN 13445.
Was in den Nachweis-PDFs steht
Der Export enthält Eingaben, Zwischengrößen, Ergebnis und die verwendete Grundlage, damit die Rechnung nachvollziehbar bleibt, auch wenn das Dokument später bei jemand anderem landet. Zu den Preisen.